Beiträge von Ness

🌑💤 Mitternacht bis Nachmitternacht - Letzte Chance Ereignisse zu beenden
Mitternacht naht, und mit ihr der magische Moment, in dem alle Entscheidungen getroffen sein sollten. Charaktere, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Unterkunft gefunden haben, übernachten automatisch unterm Sternenhimmel und beenden unvollendete Dialoge. Es ist der Zeitpunkt, um eurer Abenteuer abzuschließen und die Ereignisse für den kommenden Tag zu planen.

    Leicht lächelte ich Elaria an. "Wären es andere Umstände, hätte ich es genossen ihn wieder zu sehen." Und es war nicht gelogen. Galen war ein Kindheitsfreund und würde es auch immer bleiben. Nur die Umstände machten die Situation anders.

    Die Situation war unangenehm gewesen. Zudem hatte Elaria so gut wie alles mitbekommen. Bestimmt hatte sie eigene Sorgen. "Was habt ihr heute noch vor Elaria?" Hoffentlich konnte ich durch die Frage etwas ablenken. Ich wollte mir jetzt keine Gedanken mehr über Galen machen. Später war genug Zeit dafür.

    Galen, ruhig und unbeirrt, antwortet: "Deine Eltern haben mich geschickt, Iduna. Sie wollen, dass du nach Hause zurückkehrst." Erst jetzt bemerkt ich, dass Elaria zu uns hinaus getreten war.

    Meine Wut wurde größer. "Ich werde nicht zurück gehen. Sie wissen weshalb. Warum verstehen sie das nicht? Und warum verstehst du es nicht?" Enttäuschung breitete sich in mir aus.

    Galen bleibt standhaft und holt einen Umschlag aus seiner Tasche. "Sie haben mir diesen Brief für dich mitgegeben," sagt er und hält mir einen Umschlag entgegen. "Vielleicht verstehst du ihre Sorgen besser, wenn du ihn liest."

    Ich reiße den Umschlag aus seiner Hand, aber machte keine Anstalten, ihn sofort zu öffnen. "Und was ist mit dir? Willst du mich auch zurückbringen, wie ein verlorenes Schaf?"

    Galen seufzt und schaut mir direkt in die Augen. "Iduna, ich will nur, dass du glücklich bist. Ob du mit mir kommst oder hier bleibst, ist deine Entscheidung. Aber ich hoffe, wir können heute Abend noch einmal reden, bevor ich abreise. Ich wünsche mir, dass du mitkommst, aber die Wahl liegt bei dir."

    Ich bleibe einen Moment lang still, meine Gedanken wirbeln herum. Schließlich nickt ich knapp. "Heute Abend, Galen. Aber erwarte nicht, dass ich meine Meinung ändere."

    Galen nickt, eine Mischung aus Hoffnung und Sorge in seinen Augen. "Danke, Iduna. Bis heute Abend." Mit diesen Worten dreht er sich um und geht, während ich den Umschlag in meiner Hand betrachtet, unsicher, ob ich den Inhalt wirklich wissen will.

    Schnell drehte ich mich zu Elaria um und sprach: "Verzeiht mir Elaria. Ich hoffe, ich habe euch nicht unterbrochen."

    "Glaubt ihr es wäre ein Versuch wert? Es einfach mal auszuprobieren." Ich wusste nicht, was alles zur akademischen Magie gehörte, doch es klang sehr umfangreich. Es würde bestimmt sehr interessant und lehrreich werden.

    Ich wollte gerade wieder zum reden ansetzten, da öffnete sich die Tavernentür. Ein verhüllter Mann trat in die Stube hinein und schaute sich um. Er steuerte auf jemanden zu, was sich als Gertrude herausstellte. Durch meine Sitzposition konnte ich erkennen, dass er etwas hervor holte und ihr zeigte. Wurde jemand gesucht?

    Elaria schaute mich an und aß ihre Mahlzeit. Ich wollte mich wieder auf meine konzentrieren, doch der bann zu der mysteriösen Person ließ mich nicht los. Es war so vertraut. Mein Blick ging wieder nach oben und ich erkannte, wie die Person mich anschaute. Jetzt erkannte ich auch sie. "Wir müssen weg", brachte ich aus mir hinaus. Ich ließ einige Münzen auf den Tisch fallen und stürmte zur Tür. Die Tasche auf meinem Rücken wog auf einmal mehrere Kilos mehr. In meinem Kopf wusste ich, dass die Person mich einholen würde.

    Ich kam bis nach draußen und wurde von den ersten warmen Sonnenstrahlen empfangen. Doch ich konnte sie nicht genießen, ich musste flüchten. Eine Sekunde später, fasste mich jemand an meine Schulter und drehte mich um. Das mir bekannte Gesicht tauchte vor mir auf. "Was willst du hier Galen?"

    "Also gaben mir meine Eltern Gegenstände die für Klarheit und Schutz standen? Es macht immer noch kein Sinn." Schnell legte ich die Kette wieder an meinen Hals und verschloss sie. Mein Blick ging wieder auf mein Essen und ich führte den Löffel wieder in mein Mund.

    "Was wisst ihr noch über Magie? Bisher kenne ich die Symbol und einige Zauber. Sonst bin ich im Unwissenden." Meine Eltern hatten mich in vielen Bereichen gelehrt. Auch die Grundlagen des Kampfes kann ich. Aber die Fähigkeit, welche ich seit meiner Geburt habe, konnte ich nicht. Sollte ich meinen Eltern vielleiht ein Brief schreiben? Bestimmt würde ich in der Stadt ein Boten finden.

    Jagen sollte auf jedenfall möglich sein. Auch vlt für Lycantrophen. Möglichst keine menschlichen Wesen, aber Tiere. Vielleicht indem man Spielleiter tagt?

    Man kann ja auch im Shop Tierblut anbieten, welches man kaufen kann. Im Spiel könnte man das von einem Metzger, Essensladen oder Gertrude bekommen.

    Aufmerksam hörte ich zu. Es war spannend ihr Symbol auch von der Nähe betrachten zu können. Dadurch, dass Elaria gerade keine Magie bewirkt, sah es so ähnlich wie eine Hautzeichnung aus. Eines, welches nicht leuchtete. Ich war mir nicht im klaren, dass es verschiedene Symbole in einem war. Viele, die etwas großes, ganzes ergeben.

    "Weshalb ist eures auf eurer Haut gezeichnet und meines auf einem Rubin?" Hatte ihres dadurch eine stärkere Wirkung? Weil sie es nie ablegen konnte? Ich wusste es nicht. "Gestern Abend hatte ich meine Sachen noch einmal betrachtet. Ich habe noch eines gefunden." Vorsichtig entfernte ich meine Kette von meinem Hals. Seit Jahren hatte ich sie nicht mehr abgezogen. Es war ein Teil von mir.

    Ich drehte sie herum und zeigte auf das goldene Material. "I. C. Das sind meine Initialen. Die Verzierungen drumherum habe ich immer als Dekoration gesehen. Jetzt nicht mehr."

    (Bedeutung: Klarheit)

    Ich würde nicht weiter nachfragen. Elaria wollte sich nicht darüber unterhalten, was für mich in Ordnung war. Vielleicht hatte sie auch einfach nur ein schlechten Tag.

    Ich schob mir einen Löffel mit Jogurt und meiner Lieblingsbeere in den Mund. So lange hatte ich keine Erdbeeren mehr gegessen. Den Moment genoss ich. "Ihr wolltet mir erklären, was euer Magiersymbol bedeutet Elaria." Hoffentlich würde sie das ablenken.

    Verwirrt schaute ich sie an. Bevor ich etwas erwidern konnte, brauchte Gertrude mir mein Essen. Ich bedankte mich bei ihr und schob mir etwas in meinen Mund.

    "Seid ihr euch sicher? Ihr wirkt nicht so." Sie sah aus, als würde sie reden wollen. Ich würde sie aber zu nichts zwingen. Sorgen ließen ein Gefühl von Einsamkeit da. Mir war nur allzu gut bekannt, wie sich sowas anfühlen konnte. Nachdem wir gezwungen waren unser Anwesen zu verlassen, wand sich mein Vater von uns ab. Es brach mir mein Herz. Ich hatte keinen mehr zum reden. "Ihr könnt mit mir sprechen Elaria."

    Mein Rücken schmerzte. Innerlich vermisste ich mein altes Bett auf dem Anwesen. Ich kramte in meiner Tasche ein mintgrünes Kleid heraus und zog es an. Mein Mieder fand wie immer seinen Platz um meiner Taille. Die Haare fielen mir wieder offen über die Schultern. Am Abend zuvor hatte ich kaum Sachen ausgepackt, weshalb ich alles schnell beisammen hatte. Ich machte mich auf den Weg zum frühstücken.

    In der Gaststube schaute ich mich zuerst um und fand Elaria. Sie sah irgendwie nicht so fröhlich aus. Entschlossen steuerte ich ihr Tisch an und setzte mich ihr gegenüber. "Guten Morgen", begrüßte ich sie mit einem sanften Lächeln. Gertrude kam an unser Tisch und ich bestellte Jogurt mit etwas Obst. "Alles in Ordnung bei euch Elaria?"

    "Müssen wir uns um den Pater sorgen? Die Gestalt läuft frei herum." Es war ein weiterer Grund, dass ich froh war in der Taverne zu sein. Ich würde mir heute ein Zimmer nehmen und in diesem beruhigt schlafen. "Wisst es, was für eine Gestalt es genau war?"

    Ziemlich spät kamen wir in der Taverne an. "Der Mond ist heute Nacht voll. Sollten wir uns Sorgen machen?", fragte ich in die Runde. Ich wusste nicht, ob wir in der nähe Wölfe hatten. Trotzdem war mir mulmig zu mute. Gil öffnete die Tavernentür und hielt sie uns allen auf.

    Gemeinsam setzten wir uns an einen großen Tisch und bestellten nach einander etwas bei Gertrude. Für mich wurde es ein einfacher Salat. Fjera murmelte etwas zu Gil rüber, was ich bedauerlicher weise nicht verstehen konnte.

    Es dauerte einige Minuten bis Gertrude uns die Teller brachte. Zuerst stocherte ich auf meinem Teller herum, bis ich auch etwas in mein Mund schob. "Weiß jemand, was das für eine Gestalt war? Bei der Zeremonie? Die Pater schien nicht erfreut gewesen zu sin."

    "Ich überlebe die Verletzung." Das Flammen peitschten um sich. In der Dämmerung sah es nur faszinierend aus. Kurz überlegte ich wegen Fjeras Aussage. "Weshalb haben uns der Südländer und Meldof verraten? Und weshalb hatte er vor unserer Majestät ein Witz erzählt? Es war respektlos." Nein respektlos nicht. Es war untertrieben. Ich war geübt darin, mit Führungspersonen zu kommunizieren. Und eine solch wichtige Information so aus zu plaudern war unvernünftig. Doch weshalb hatte die Königin uns gehen lassen, obwohl wir die geheimen Briefe geöffnet hatten?

    Mit meiner nächsten Frage wendete ich mich an Gil´zair. "Könnt ihr mir erklären, was eine Feuerprozession ist Gil´zair?" In meiner Heimat hatten wir nur ein Festmahl gehabt. Keine großen Feierlichkeiten. Es gab nur meine Familie und mich.

    Elaria lenkte Adlerschwinge bis zur Kathedrale. Nachdem sie angehalten war, rutschte ich vom Sattel hinunter. Ein leises zischen kam aus meinem Mund. Ich hob mein Kleid an und schaute mir die Wunde an. Die Verletzung hatte aufgehört zu bluten. Sie waren nicht tief und es dürften keine Narben bleiben. Trotzdem waren sie schmerzhaft.

    Ich ließ mein Kleid wieder fallen und wendete mich zur Kathedrale. Das prächtige Bauwerk sah noch schöner aus, wenn die Sonne unter ging. Einige Personen hatten Fackeln in der Hand und schienen sich auf dem Platz zu verteilen. Ich wendete mich an die Anderen. "Was meint ihr, was sie nun vor haben?"

    "Vielen Dank für eure Audienz, eure Majestät", sprach ich noch zu Königin Eposa, bevor sie uns hinaus bat. Ich sah, wie Gil mit Fjera die Tür zusteuerten. Humpelnd folgte ich denen und bemerkte, wie Elaria neben mir her lief. Sie schüttelte ihr Kopf und wirkte etwas enttäuscht? Unverständliche Worte murmelte sie vor sich hin. Nachdem sie mich eingeholt hat, bat sie mir ihr Arm als stütze an, welchen ich dankend an nahm. Ein Blick nach hinten verriet mir, dass Malik und Meldof lachend den Saal verließen.

    Vor dem Palast stiegen Fjera und Gil auf ihre Pferde. Elaria stieg auf Adlerschwinge und half mir hoch. Gemeinsam kehrten wir dem Palast unser Rücken zu und ritten davon. Beim davon reiten bemerkte keiner, dass Malik und Meldof uns nicht gefolgt waren.

    Iduna, Elaria, Gil und Fjera verlassen den Königlichen Palast.

    Spielleiter Elaria hat getroffen und ist somit mit Malik geflohen.


    Kaum nachdem Gil nach mir rief, landete die Bestie neben uns. Es holte mit seiner riesen Klaue aus und traf mich. Durch das ganze umher reiten und der Hektik war mein Kleid hoch gerutscht und entblößte mein nacktes Bein. Genau dort traf mich die Kreatur. Ein starkes ziehen breitete sich aus und eine warme Flüssigkeit lief mir über den Bein. Ich wimmerte auf und versuchte mir Tränen zu unterdrücken. Solch einen Schmerz musste ich noch nie erleiden.

    Zitternd versuchte ich denn Mann auf dem Sattel zu halten und das Pferd zu lenken. Nur nebenbei bemerkte ich, wie das Ding auf Elaria und dem Südländer zu rannte. Verdammt, wo waren wir hinein geraten. Mit gebrochener Stimme sprach ich einen Zauber und hoffte, dass die Wunde mich nicht zu stark schwächte. "Tenuerunt!" Hoffentlich würde das Ding erstarren.

    Ein 6-seitiger Würfel wurde 2-mal geworfen: ⚄ ⚅
    Die Augensumme ist 11.

    Ich half dem Südländer den Mann hoch zu ziehen. Auf dem Bauch, seinen Wunden, lag er nun vor mir. Im Nebenwinkel bemerkte ich, wie Meldof und der Südländer auf die fürchterliche Kreatur zu rannten. Seine zuletzt gesagten Worte, hallen in meinem Kopf wieder.

    Das Pferd schreckte für einen Moment hoch und vergeudete kostbare Zeit. Mühevoll musste ich versuchen es zu beruhigen. Schmerzvoll stöhnte der Mann auf. Überfordert musste ich ihn auf dem Pferd halten und dieses nebenbei beruhigen. Somit bekam ich nicht mit, wie sich die Bestie mir näherte. "Lingua Ignis!", schrie ich so laut wie ich konnte aus mir heraus. Das Pferd schreckte vor der Kreatur zurück und ich hoffte, eine Feuerzunge würde die Bestie vertreiben. Noch bevor mein Zauber wirken konnte, sprang es in meine Richtung und ich konnte nur noch laut aufkreischen.

    Ein 6-seitiger Würfel wurde 2-mal geworfen: ⚃ ⚄
    Die Augensumme ist 9.

    Ein 6-seitiger Würfel wurde 1-mal geworfen:
    Die Augensumme ist 5.

    "Das Pferd war zu panisch. Die Person müsste hier noch lebend liegen. "Ich entschied mich ab zu steigen und zu Fuß weiter zu machen. Es würde uns nicht verhindern. Zudem könnte ich mir meine steifen Beine vertreten.

    Wachsam beobachtete ich die Umgebung. Keine Vögel waren zu hören. "Es ergibt keinen Sinn. Die ganze Situation."

    Ein 6-seitiger Würfel wurde 2-mal geworfen: ⚀ ⚁
    Die Augensumme ist 3.

    Meine Lippen erhoben sich leicht, über ihr Fluchen. "Es ist wahrlich nicht mehr auf dem neusten Stand." Das Pferd schien weiter seinen eigenen Weg zu gehen, doch wir fanden nichts. Noch war ich mir nicht sicher, ob es ein gutes oder schlechtes Zeichen war.

    "Es ist erschreckend ruhig. Müsste eine verletzte Person nicht um Hilfe rufen?" Ich versuchte irgendetwas zwischen den Büschen und Bäumen zu erkennen, doch es gelang mir bedauerlicher weise nicht. Hier sah es einfach aus wie in einem Wald. "Vielleicht liegt hier auch keine Person. Vielleicht haben wir uns einfach vertan."

    Ein 6-seitiger Würfel wurde 2-mal geworfen: ⚂ ⚀
    Die Augensumme ist 4.

    Ich lenkte das Pferd wieder auf den erdigen Pfad. "Die Ehe bereitet mir keine Sorgen. Durch unser Ansehen wurde ich auf eine adlige Vermählung vorbereitet. Sie sollte nie so früh und durch Armut kommen. Vielleicht erst in fünfzig Jahren, aber nicht mit zwanzig." Beim reden beobachtete ich, wie das Pferd etwas zu hören schien. Die Zügel lagen noch auf der Mähne, weshalb ich das Pferd laufen ließ. "Sollte ich vermählt in meiner Heimat ankommen, müssen diese mich abstoßen. Ein Gesetz der Menschen. Als ihre Tochter bin ich verpflichtet deren Ehevorschlag nachzugehen. Sie werden versuchen mich zu holen und wieder einzusperren. Es wird immer eine Flucht geben."

    Das Pferd schien einer Spur zu folgen. Die letzten Himbeeren reichte ich zu Meldof. Vorsichtshalber legte ich meine Hände an die Zügel und hielt wieder Ausschau. Es war verdächtig ruhig.

    Ein 6-seitiger Würfel wurde 2-mal geworfen: ⚃ ⚃
    Die Augensumme ist 8.