🌑💤 Mitternacht bis Nachmitternacht - Letzte Chance Ereignisse zu beenden
Mitternacht naht, und mit ihr der magische Moment, in dem alle Entscheidungen getroffen sein sollten. Charaktere, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Unterkunft gefunden haben, übernachten automatisch unterm Sternenhimmel und beenden unvollendete Dialoge. Es ist der Zeitpunkt, um eurer Abenteuer abzuschließen und die Ereignisse für den kommenden Tag zu planen.
    • Offizieller Beitrag

    Dichter Waldweg

    Der dichte Waldweg entführt dich in eine malerische Landschaft voller Tannen- und Laubwälder sowie bunter Blumenwiesen. Dieser idyllische Weg führt dich durch die bezaubernden Naturgebiete des Königreichs von Eposia.

    Ortsbeschreibung:

    Der dichte Waldweg beginnt in einem dichten Tannenwald, dessen Bäume hoch in den Himmel ragen und einen angenehmen Schatten spenden. Der weiche Waldboden ist von Moos bedeckt und verleiht deinem Ritt eine sanfte Unterlage. Während des Ausritts wirst du von Vögeln begleitet, die in den Baumwipfeln zwitschern.

    Der Weg führt weiter durch Laubwälder, in denen sich das Sonnenlicht durch die Blätter bricht und den Boden mit warmen Lichtflecken versieht. Hier kannst du das Rascheln der Blätter und den Duft von frischem Laub genießen.

    Schließlich gelangst du zu den bunten Blumenwiesen des Königreichs. Hier blühen wilde Blumen in den verschiedensten Farben und verleihen der Landschaft eine bezaubernde Atmosphäre. Das Summen von Bienen und Schmetterlingen füllt die Luft.

    Interaktionsmöglichkeiten:

    Picknick: An den Blumenwiesen kannst du mit deinem Pferd ein entspanntes Picknick machen. Genieße die Natur und eine kleine Pause in dieser zauberhaften Umgebung.

    Blumenpflücken: Auf den Blumenwiesen kannst du Blumen pflücken und sie als Erinnerung an deinen Ausritt mitnehmen. Die vielfältigen Farben und Düfte der Blumen sind ein Fest für die Sinne.

    Tierbeobachtung: Die Wälder des Königreichs sind Heimat vieler Tierarten. Halte Ausschau nach Eichhörnchen, Rehen und vielleicht sogar einem scheuen Fuchs.

  • Während ich durch den geheimnisvollen Wald nahe des Königreichs Eposia reite, spüre ich die Anspannung in meinen Schultern nachlassen. Die dichten Tannen umgeben mich wie beschützende Arme, und der sanfte Duft von Moos erfüllt die Luft. Mein Blick wandert zwischen den Bäumen hindurch, auf der Suche nach einem Zeichen, einem Wegweiser für meinen Neuanfang.

    Die Vögel, die in den Baumwipfeln zwitschern, begleiten mich auf meinem Ritt, als würden sie mir Mut zusprechen. Ich atme tief ein und spüre, wie sich die Last der Vergangenheit von meinen Schultern zu lösen beginnt.

    Der Weg führt mich weiter durch die Laubwälder, wo das Sonnenlicht durch die Blätter bricht und den Boden mit warmen Lichtflecken versieht. Hier kann ich das Rascheln der Blätter und den beruhigenden Duft von frischem Laub genießen. Es ist, als ob der Wald mir ein freundliches Willkommen entbietet und mich ermutigt, meinen Weg fortzusetzen.

    Schließlich erreiche ich die bunten Blumenwiesen des Königreichs. Hier blühen wilde Blumen in den verschiedensten Farben und verleihen der Landschaft eine bezaubernde Atmosphäre. Das Summen von Bienen und Schmetterlingen füllt die Luft, und ich fühle mich lebendiger und freier als je zuvor.

    Entscheide ich mich für eine Pause, kann ich mit meinem Pferd ein entspanntes Picknick auf den Blumenwiesen machen. Oder vielleicht möchte ich einige der wilden Blumen pflücken, um sie als Erinnerung an diesen besonderen Ausritt mitzunehmen.

    Während ich die Natur um mich herum betrachte, spüre ich die Gewissheit in mir wachsen, dass ich hier einen Neuanfang finden kann. In diesem geheimnisvollen Wald, der mich mit offenen Armen empfängt, habe ich die Möglichkeit, mein Leben zu gestalten, wie ich es mir immer erträumt habe.

  • Während ich wieder zu meinem Pferd ging, um zurück in die Stadt zureiten, fällt mein Blick auf ein majestätisches Wildpferd, dass sich nahe der Blumenwiese befand. Sein schwarzes Fell glänzt im sanften Licht der Sonne, und ein strahlender weißer Stern ziert seine Stirn. Ein solch wunderschönes Geschöpf habe ich noch nie zuvor gesehen.

    Ich halte inne, um das Pferd ruhig zu beobachten, ohne mich ihm zu nähern. Ein Rascheln lässt das Wildpferd aufblicken, und für einen Moment treffen sich unsere Blicke. Es scheint genauso fasziniert von mir zu sein wie ich von ihm. In diesem Augenblick spüre ich eine tiefe Verbindung zu diesem majestätischen Geschöpf der Natur.

    Wir schauen uns lange an, als ob wir uns verstehen würden, ohne ein Wort zu sagen. Doch dann, mit einem letzten, eindringlichen Blick, entscheidet das Wildpferd sich, zurück in den Schutz des Waldes zu verschwinden. Ich verstehe seinen Wunsch nach Freiheit und lasse es ziehen, dankbar für die unvergessliche Begegnung.

    Dieses kurze Zusammentreffen im Wald hat etwas in mir berührt, und ich weiß, dass diese Erinnerung mich auf meinen weiteren Abenteuern begleiten wird.

  • ⋅⋅⊰ Königin Epona von Eposia ⊱⋅⋅

    Während ich im gemächlichen Schritt meines Schimmels durch den verwunschenen Wald ritt, ließ ich den Blick über die verschlungenen Pfade schweifen, die sich vor uns erstreckten. Ich neigte mich ein wenig nach vorne und flüsterte meinem Ross zu, das ruhig durch die sanft schwindende Dämmerung trottete.

    „Nun, mein tapferer Gefährte, was denkst du, welchen Pfad sollen wir heute wählen?“, fragte ich leise, meine Stimme vermischte sich mit dem Rauschen der Blätter über uns. Mein Schimmel schnaubte leise, als könnte er meine Worte verstehen, und schüttelte seinen mächtigen Kopf, als wollte er mir seine Zustimmung signalisieren.

    „Ja, du magst wohl recht haben“, fuhr ich fort, meine Hand strich sanft über seine glänzende Mähne. „Es gibt immer so viel zu tun, so viele Entscheidungen zu treffen. Aber in diesen Momenten, hier mit dir, scheint alles so einfach. Keine Hofintrigen, keine drängenden Berater.“

    Der Schimmel gab ein tiefes, beruhigendes Wiehern von sich, als ob er mir seine eigene Form der Zustimmung und des Trostes bieten wollte. „Du bist mehr als nur ein Gefährte für mich“, sagte ich und fühlte die Wärme unserer Verbindung. „Du bist ein Freund, der mich nie im Stich lässt, der immer da ist, um mir den Weg durch die düstersten Wälder zu weisen.“

    Wir erreichten eine kleine Lichtung, und ich ließ ihn anhalten. Wir standen einen Moment lang still, lauschten dem leisen Gesang der Nachtvögel und dem Flüstern des Windes durch die alten Baumkronen. „Vielleicht sollten wir öfter hierherkommen, nur du und ich, fernab der Last meiner Krone. Was meinst du?“, murmelte ich, mehr zu mir selbst als zu ihm.

    Der Schimmel scharrte mit dem Huf auf dem weichen Waldboden, als wollte er sagen, dass er jederzeit bereit wäre, wiederzukommen. Ich lächelte und tätschelte seinen Hals. „Dann ist es beschlossen. Wir werden unsere kleinen Fluchten in die Freiheit fortsetzen, mein treuer Freund.“

    Mit einem sanften Zupfen an den Zügeln setzten wir unseren Weg fort, jeder Schritt ein Versprechen, die Sorgen des Königreichs hinter uns zu lassen – zumindest für eine Weile.

  • Atlas 29. April 2024 um 12:49

    Hat den Titel des Themas von „Ausreitort "Königreich"“ zu „Dichter Waldweg“ geändert.
  • Gil'zair

    Ich nickte und mit einer kaum merklichen Aufforderung folgte mein Schimmel dem kleinen Pferd der anderen Waldelfe. Den Großteil des Weges legten wir schweigend zurück und ich nannte ihr irgendwann unterwegs meinen Namen. Bei den Eichen angekommen, sah der Platz relativ solide aus. Der Sturm hatte kaum sichtbaren Schaden angerichtet. Ich stieg ab und nahm Fulminictus Decke und Reithalfter wieder ab. "Weck mich, wenn was ist.", murmelte ich ihm wie jeden Abend zu und bereitete mir mit seiner Reitdecke und meiner Decke einen Platz zum Schlafen zu. Meine Ausrüstung kam direkt daneben.

  • Gil'zair

    Nach einer doch etwas unruhigeren Nacht hatte ich am Morgen dann ein kleines Feuer entzündet und etwas Wasser abgekocht für einen Kräutertee. Für die andere Waldelfe hatte ich auch was bereit gestellt. Mein Fulminictus war weiterhin in der Nähe und ich rollte ihm zwei Äpfel hin, die ich auf dem Weg hierher mitgenommen hatte unterwegs. Meine Sachen packte ich soweit zusammen und schweigsam bereitete ich mir aus dem restlichen Reiseproviant ein Frühstück zu. Wobei es schon eher später war dem Stand der Sonne nach zu urteilen. Ruhig lauschte ich der Natur und prüfte nach dem Essen, wie jeden Tag, meinen Bogen.

  • Ich erwachte zum Knistern eines Feuers. Es war nicht die geruhsamste Nacht gewesen und ich war froh, dass Chia die ganze Nacht nur wenige Schritte von mir entfernt, neben Gil'zair's Pferd gestanden hatte. Am Vorabend waren wir zusammen zur Lichtung mit den Eichen geritten und Gil'zair legte sich praktisch sofort nach unserer Ankunft schlafen. Ich hingegen war noch eine Weile wach geblieben, hatte Chia versorgt und nachgeschaut ob mein Gepäck, das ich auf der Lichtung gelassen hatte immer noch da war, was glücklicherweise so gewesen war. Um mein unruhiges Gemüt zu beruhigen hatte ich noch lange den Stimmen des Waldes gelauscht, hatte meinen Geist in die Wurzeln bis hin zu den hohen Baumwipfeln gelenkt und nach Unregelmässigkeiten gesucht. Ich hatte auch die Waldtiere gestreift die sich in unserer Nähe befunden hatten, doch alles war ruhig erschienen. Dennoch hatte ich meinen Bogen zum Schlafen direkt neben mich gelegt.

    Nun stand die Sonne jedoch schon viel höher, der Morgen war bereits vergangen und die Strahlen wärmten mein Gesicht. Ich schaute mich um und erblickte den weisshaarigen Elfen, der gerade dabei war seinen Bogen zu kontrollieren. Als ich meinen Blick schweifen liesss erblickte ich das Feuer auf dem ein Kräutertee zu köcheln schien. Neben dem Feuer standen zwei Holzbecher, ich nahm an, dass einer davon für mich gedacht war. Unter Waldelfen galt es als freundliche Geste, auch anderen, unbekannten Elfen Tee zu machen. "Guten Morgen, Gil'zair" sprach ich den anderen Waldelfen an, "ich hoffe du hattest eine geruhsame Nacht. Ich nehme an, du planst bald aufzubrechen. Wohin soll dich dein Weg führen?" Ich stand auf und lief zum Feuer. "Ich danke dir für den Tee."

  • Gil'zair

    Ich blickte auf, als sich Fjera in meinen Augenwinkel regte. "Guten Morgen Fjera.", erwiderte ich ruhig. Alleine hätte ich sie hier nicht gelassen, solange sie geschlafen hätte. Auch wenn sie sich vermutlich wehren könnte, wäre das nicht besonders höflich gewesen. "Ja. Die Nacht war soweit angenehm. Und deine?" Mein Blick schweifte durch den Wald. "Wohin mein Weg mich führt, weiß ich momentan nicht. Das wird sich noch zeigen. Dieser Weg hat mich auch hierher getrieben." Es gab kein bestimmtes, klar verständliches Ziel für mich. Woher auch? Ich wurde von einem Gefühl getrieben und dem ging ich einfach nach. "Wie sieht es bei dir aus? Wohin soll dein Weg gehen?" Ich nickte dann. "Keine Ursache." Der Tee war für mich selbstverständlich gewesen.

  • "Meine Nacht war auch nicht schlecht, danke der Nachfrage, auch wenn es eine Weile dauerte bis der Schlaf mich fand." Ich schlürfte etwas Tee und stellte fest, dass er wirklich gut schmeckte. Es erinnerte mich an meine Heimat. "Meine Ziele variieren oftmals, bald muss ich aber zurück in die Stadt um einige Werkzeuge zu besorgen, die ich für die Pfeilherstellung brauche. Meine Pfeile werden langsam knapp."

  • Gil'zair

    Ich nickte und beobachtete sie etwas. "Gab es dazu einen bestimmten Grund?" Ihre Ausdrucksweise ließ für mich darauf schließen, dass sie etwas anders als ich aufgewachsen war. Doch es war für mich auch interessant, in der Hinsicht Erfahrungen zu sammeln. "Ich würde dir ja ein paar von meinen anbieten, aber ich denke, sie wären für dich zu lange." Immerhin war doch ein guter Unterschied in unserer Körpergröße vorhanden. Dementsprechend war das wohl keine gute Idee. "Aber außer der Pfeilherstellung gibt es bei dir momentan keine Ziele?"

  • "Ja, ich hatte gestern während unserem Ritt zurück den Eindruck, dass die Natur aufgewühlt ist, als würde sie etwas beunruhigen und ich habe meinen Geist ausgesendet, weil ich herausfinden wollte, was der Auslöser war, aber in der Nähe unserer Lichtung war alles ruhig." Ich lief zu den Satteltaschen und nahm einige Stück bariya heraus, eine Art Riegel oder Keks die bei Waldelfen traditionell zum Tee serviert wurden und aus gemahlenen Haselnüssen, getrockneten Beeren und Ahronsirup bestanden. Chia gab ich zusätzlich zu dem frischen Gras das sie hatte noch einige Rüben. "Möchtest du auch bariya?" fragte ich Gil'zair. "Das mit den Pfeilen weiss ich sehr zu schätzen, aber sie wären mit Sicherheit zu lange. Und Ziele.... nein, nicht so wirklich. Ich versuche jetzt erstmal mich an ein Leben auf Reisen zu gewöhnen und mehr über die Welt zu lernen. Dann werde ich auch wissen wo mein Weg mich hinführen wird. Möchtest du mich in die Stadt begleiten um einzukaufen oder planst du anderes? Und wo hast du eigentlich deinen prächtigen Fulminictus her? Er ist ja kein Waldpferd oder? Die sind ja oftmals kleiner und auch dunkler in der Farbe, eher so wie meine Chia."

  • Gil'zair

    Ich nickte nachdenklich. "Ich hatte in der Stadt ein ähnliches Gefühl gehabt. Oder zumindest eine düstere Aura gespürt." Darum hatte ich überhaupt aus der Stadt gewollt. Hier draußen könnte ich mich besser bewegen und verteidigen, sollte ein entsprechender Fall eintreten. Außerdem könnte mich Fulminictus vorzeitig warnen. Ich blickte zu Fjera und nickte. "Sehr gerne." Ich nahm von ihr einen entgegen. Das war auf jeden Fall etwas, was ich zu schätzen wusste. Ich musste dann leicht schmunzeln. Sie war wohl ein bisschen jünger als ich. "Da es momentan hier wohl irgendeine düstere Bedrohung geben könnte, wäre es vermutlich klüger zusammenzubleiben. Ich brauche nichts zwingend aus der Stadt, aber ich kann dich gerne begleiten." Wer wusste schon, wo sich diese Aura gerade aufhielt. "Ja. Du hast Recht. Fulminictus ist kein Waldpferd. Aber für die stämmigen Waldpferde wie deine Chia fühle ich mich doch etwas zu groß gewachsen. Deswegen habe ich mich für ihn auf eine Reise begeben, da ich das Gefühl hatte, es sei an der Zeit. Ich habe ihn als ungefähr Dreijährigen aufgefunden, als er sich gegen Raubtiere verteidigte. Ich bin ihm zur Hilfe gekommen und dann haben wir uns aneinander nach und nach gewöhnt." Sein Mut hatte mir damals imponiert.

  • "Es ist wohl wirklich besser zusammenzubleiben, wenn uns die Bedrohung gänzlich unbekannt ist und wir sie nicht einschätzen können. Deine Gesellschaft würde mich sehr freuen." Ich begann das Feuer zu löschen und begann Chia zu bürsten. "Ich denke du und Fulminictus passt sehr gut zueinander, aber ich bin froh, dass ich immer klein genug für die Waldpferde war. Ich und Chia sind beide im Wald zuhause und das ist etwas das ich nicht missen möchte." Ich begann Chia zu satteln und legte die Satteltaschen auf, als mir auffiel, dass eine ein Loch hatte. Ich würde wohl auch einen Rucksack oder etwas ähnliches in der Stadt kaufen müssen, denn die Satteltaschen waren auf Dauer sowieso etwas unprktisch gewesen. "Ich werde meinen Bogen sicher mit in die Stadt nehmen", sagte ich zu Gil'zair, "bei einer unbekannten Bedrohung fühle ich mich einfach sicherer so und ausserdem bin ich nicht sicher ob wir auf diese Lichtung zurückkehren. Was meinst du dazu?"

  • Gil'zair

    Ich nickte zustimmend und half beim Abbau unseres provisorischen Lagers. "Dann werden wir vorerst zusammen reiten." Ich pfiff kurz und prüfte dann Fulminictus Fell. Es schien alles in Ordnung zu sein bei ihm und ich fuhr mit einer Bürste kurz über die Lage der Decke. "Ihr passt aber auch gut zusammen. Es sieht harmonisch aus." Auch wenn wir doch etwas andere Ausrüstung insgesamt nutzten. Wir hatten ja wohl nur ähnliches im Sinn. Ich schüttelte die Decke von Fulminictus kurz aus, ehe ich sie ihm überlegte. "Wir kommen auch gut im Wald zurecht. Aber ein flotter Galopp über die Steppe. Dem sind wir ebenfalls nicht abgeneigt." So war alles ja nicht groß unterschiedlich. "Ich habe meinen immer bei mir. Man weiß nie, was einem unterwegs begegnet. Auch in Ortschaften kann alles möglich sein."

  • Nachdem wir beide unsere Sachen eingepackt hatten und unsere bariya aufgegessen hatten, schwangen wir uns auf unsere Pferde und ritten in einem flotten Trab in Richtung Stadt. Je näher wir der Stadt kamen, desto eher hatte ich das Gefühl, dass die Düsternis zurückkehrte und das obwohl es Nachmittag war. Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken und auch Chia und Fulminicus blähten ihre Nüstern.

    Gil'zair und Fjera verlassen den dichten Waldweg.

  • Freya trippelte zum wiederholten Male unter mir hin und her und mein Herz setzte für einen Schlag aus. Dass auch meine Stute nervös war bestätigte, was ich schon die ganze Zeit wahrnahm: Irgendetwas war anders im Wald. Es war mir schon in den letzten Wochen aufgefallen, doch jetzt, nachdem ich in der Stadt gewesen war, konnte ich es nicht mehr ignorieren. Nicht nur seitdem es begonnen hatte zu dämmern waren keine Tiere zu sehen. Bis auf die Warnrufe der Eichelhäher hörte ich auch nichts und konnte dank meiner Verbindung zur Natur ziemlich sicher sein, dass tatsächlich kaum Tiere unterwegs waren. Sogar die Auren der Bäume waren anders, die Luft fühlte sich auf eine kalte Art bedrückend an und die Wolken schienen sich um den Wald zusammengezogen zu haben, dichter, dunkler und bedrohlicher als sonst, obwohl ich spüren konnte, dass es nicht gewittern würde. Ich trieb Freya an, denn ich wollte schnell nach Hause, doch statt einem lockeren Trab machte sie einen kleinen Satz. Leise auf sie einredend ließ ich sie weiterlaufen, doch sie wirkte den ganzen Weg über beunruhigt.

    Auch als ich beim meiner Hütte angekommen war, blieb das drückende Gefühl. Ich versorgte Freya mit Heu, Wasser und Kraftfutter, dann versuchte ich, unsere Hütte und den dazugehörigen Garten bestmöglich abzuschirmen.

    In meinem Kräutervorrat fand ich Engelwurz und weißen Salbei, zusätzlich nahm noch eine Alraune mit. Ich zündete ein Feuer an, über dem ich einen Kessel mit Wasser hängte, dann begann ich mit dem Ausräuchern meines Hauses. Die verbrennenden Kräuter würden hoffentlich nicht nur den Ursprung dieser seltsamen Stimmung vertreiben, sie beruhigten auch meine Nerven.

    Nachdem ich den Rauch der schützenden Kräuter bis um meinen Garten herum verteilt hatte, ging ich wieder in meine Küche. Dort kochte das Wasser schon und ich entschied mich spontan für einen Tee aus getrockneten Heidelbeeren, Brennnesseln und Holunder. Einen Teil davon trank ich selbst, den Rest ließ ich abkühlen und brachte ihn Freya. Ich hoffte, das ich damit zumindest uns beide und unser Zuhause ein wenig schützen konnte, denn zu mehr war ich gerade nicht mehr fähig, so müde war ich. Ich würde früh schlafen gehen und wenn ich am nächsten Morgen immer noch diese Energie wahrnahm und sie nicht vertreiben konnte, würde ich eine andere Hexe oder einen anderen Hexer aufsuchen, um gemeinsam mehr darüber hinauszufinden.

  • Noch am selben Abend wurde ich wieder wach. Das Feuer war ausgegangen, was mir noch nie passiert war, und es war ungemütlich kalt. Außerdem hatte ich Hunger, also schnitt ich eine Scheibe Früchtebrot ab und hockte mich dann vor den Ofen. Es war keine Glut mehr da, also suchte ich ein paar Holzspäne zusammen und zündete sie mithilfe meines Feuersteins an. Kurz leuchtete die Flamme auf, dann wurde sie plötzlich schwarz und erlosch innerhalb von Sekunden. Ich versuchte es wieder, wieder, ein viertes und fünftes Mal, doch es schien nur noch klammkälter und ungemütlicher zu werden. Fröstelnd ging ich hinaus, um nach Freya zu sehen.

  • Kurz darauf hatte ich Freya gesattelt und befand mich auf dem Weg zur Festung. Mein ehemaliger Lehrmeister hatte öfter von ihr geredet und ich hoffte, dort auf eine Hexe oder einen Hexer zu stoßen, um mehr über diese seltsame Stimmung herauszufinden. Obwohl ich auch in meinem Haus ganz klar die Anwesenheit dieser rätselhaften Bedrohung gespürt hatte, mussten die Kräuter, die ich zum improvisierten Schutz getrunken und verbrannt hatte, geholfen haben, denn sobald ich das Grundstück verließ spürte ich die düsteren Schwingungen mit einer vielfachen Intensität. Freya war noch nervöser als auf unserem Hinweg vor ein paar Stunden und der Himmel war nicht nur wegen der fortgeschrittenen Dämmerung dunkler geworden. Auch wenn es vielleicht unvorsichtig war, trieb ich meine Stute in einen flotten Galopp.

  • Gil'zair

    Wir hatten uns nach dem Turnier wieder dafür entschieden, im Wald zu übernachten. Es erschien uns einfach sicherer, da wir uns dort besser auskannten und wohler fühlten. Zumal auch unsere Pferde uns besser warnen konnten. Ich war nicht enttäuscht über die Niederlage. Fjera war wirklich gut am Bogen gewesen. "Das mit dem länger nicht in der Hand gehabt, hat man heute überhaupt nicht gemerkt." Sie hatte sich wirklich beweisen können. Für ihr junges Alter war das wirklich nicht schlecht.

    Im Wald versuchte ich wieder mehr zu fühlen, wie die Stimmung war und ob uns Gefahr drohen könnte. Aber die Aura, die ich in der Stadt gespürt hatte, ließ mich und auch Fulminictus hier draußen weiter angespannt sein. Ob das irgendwie einen Zusammenhang hatte, mit dem, was mich aus meinem Wald triebte? Ich musste das wirklich erkunden. Nicht, dass da noch eine größere Gefahr dahinter steckte. "Rasten wir wieder bei den Eichen oder lieber an einem anderen Ort?"

  • Ich und Gil'zair trabten entspannt einen Waldweg entlang, mittlerweile war es dunkel geworden. Ich versuchte wieder dem Wald zu lauschen, ob er mir etwas über seine Unruhe erzählen könnte, und ich war mir ziemlich sicher dass mein Begleiter dies auch tat.

    Nachdem wir ein Stück weit geritten waren, fragte mich Gil'zair ob wir wieder am selben Ort rasten wollten wie letzte Nacht. Die Verlockung war gross, aber ich befürchtete, dass diese Bedrohung, falls sie uns auf der Spur war uns so leichter finden würde. "Ich würde gerne wieder bei den Eichen rasten, aber ich befürchte, dass diese dunkle Aura, falls sie uns finden möchte, so einfachere Chancen hat, wenn wir immer am selben Ort schlafen. Es ist vermutlich sicherer wenn wir uns einen neuen Lagerplatz suchen. Hast du irgendeine Idee? Eine Stelle am Wasser wäre nicht schlecht, ich würde mich gerne mal wieder waschen und auch Chia würde sich über eine Erfrischung freuen."

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